Loading...

CAS wilob in systemisch-lösungsorientierter Beratung älterer Menschen

Kursdaten
ab 17.08.2020
Anmeldeschluss
30.06.2020
Dozent/in
Leitung: Christine Nelevic-Longoni
Kosten
Termine
Seminarort
wilob AG, 5600 Lenzburg

Das CAS wilob in systemisch-lösungsorientierter Beratung älterer Menschen mit 15 ECTS wird vom MAS ZSB (Master of Advanced Studies MAS ZSB in Systemischer Beratung & Pädagogik) vollumfänglich als CAS-Fachkurs anerkannt. Der MAS ZSB Systemische Beratung & Pädagogik richtet sich an Personen mit psychosozialem Grundstudium, die beraterisch tätig sind: Soziale Arbeit, Pädagogik, Pflege, Psychologie, Theologie, Medizin u. ä. Die postgraduale Weiterbildung befähigt zu einer wirksamen Anwendung hochqualifizierter Beratung sowie moderner Pädagogik in unterschiedlichen Kontexten. Mehr dazu: http://www.zsb-bern.ch/fort-und-weiterbildung/weiterbildung/mas-zsb-beratung-paedagogik.

Ziele

Der Weiterbildungsstudiengang führt zu einem Abschluss in Certificate of Advanced Studies wilob in systemisch-ressourcenorientierten Beratung älterer Menschen. Die Absolventinnen und Absolventen müssen nach dem Studiengang in der Lage sein, respektvoll auf ältere Menschen einzugehen, den Prozess der «Erkenntnisgewinnung und Akzeptanz des Unterstützungsbedarfs», achtsam zu begleiten, um die Betroffenen zur Kooperation zu gewinnen. Dabei beachten sie die kontextuellen Rahmenbedingungen realistischer Lösungsmöglichkeiten für die Bedürfnisse der Klientel. Die Teilnehmenden erfahren die «neuen Freiheiten» des Alterns und können diese als Ressource im Beratungsprozess nutzen.

Im Einzelnen lauten die zu erwerbenden Kompetenzen wie folgt:
Lernziele der Teilnehmenden

  • vertiefte Einführung in die Methoden, Grundlagen und die Anwendung des systemisch- ressourcenorientierten Ansatzes im Praxisalltag der Beratung älterer Menschen, der Thematik des Alterns, wie neuer Grenzerfahrungen und des Abschiednehmens, Verarbeiten gelebter und nicht gelebter Wünsche, Bedürfnisse
  • Begleitung und Unterstützung zum Umgang mit den neuen Grenzerfahrungen des älteren Menschen
  • Erkenntnisgewinnung über Freiheiten, die das Alter mit sich bringen
  • Einbezug und Gewichtung kontextueller Rahmenbedingungen bei der Beratung älterer Menschen und ihrer Anliegen
  • Erfahrung in der Fallführung und ressourcenorientierten Berichterstattung
  • Erfahren die Unterschiede bei der Fokussierung auf die Beratung älterer Menschen, welche Bedeutung die Beratung durch den Einbezug des Umfeldes für den Klienten hat
  • Das Modell «Aidacare», Demenzabklärung, Hometreatment zur Vernetzung mit dem Umfeld kennen lernen
  • Auseinandersetzung mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung und den tatsächlichen Ressourcen und Kompetenzen der Klienten und dem Handlungsdruck der Schutzmassnahmen
  • Achtsamkeit und Selbstfürsorge als Burnoutprävention in der beraterischen Tätigkeit

4.1 Fachkompetenz
• Wissen über den Alterungsprozessen und Phasen sowie deren Fragestellungen sind bekannt und können situationsbezogen bearbeitet werden
• Wissen über Interventionsmöglichkeiten, – und Notwendigkeiten und deren Begleitung können situationsadäquat eingesetzt und begründet werden.
• Prozesse und Wissen über Konzepte wie z.B. Grundlagen der systemisch-, ressourcen-, lösungsorientierten Vorgehensweise sind erlernt und integriert.
• Handlungen können mit Rückbezug auf Theorien begründet werden.
• Wissen zum systemischen Denken, zu Konstruktivismus, Zirkularität, usw. kann auf spezifische Fragen aus dem Berufsalltag situationsadäquat eingesetzt werden.
• Wissen zum Kontext (Organisationswissen, rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen) ist vorhanden und kann im Berufskontext umgesetzt werden.

4.2 Methodenkompetenz
• Techniken, Werkzeuge und Instrumente zur Erfassung einer Situation können passend ausgewählt und angewendet werden.
• Erlernte Techniken und Vorgehensweisen können situationsgerecht angewandt werden.
• Es wird ziel- und prozessorientiert vorgegangen, Interventionen zur Zielklärung sind bekannt.
• Die methodischen Schritte werden systematisch durchgeführt, z.B. Auftragsklärung.
• Interventionen im Einzel- und Mehrpersonensetting sind präsent, eingeübt und werden situationsadäquat genutzt.
• Kontext, realistische Möglichkeiten der Klientel sowie rechtliche Rahmenbedingungen werden berücksichtigt und bei der Situationserfassung und Lösung einbezogen.

4.3 Sozial- und Selbstkompetenz
Ziele in Bezug auf Selbstkompetenzen
• Eigene Denkvorgänge und Gefühle werden wahrgenommen und können geäussert werden
• Reflexion über den Einfluss beruflicher Werteorientierungen, sowie eigene Werte und Denkmuster werden gemacht
• Reflektieren über eigene Stärken und Schwächen, die eigenen Leistungsgrenzen sind erkannt und realistisch eingeschätzt
• Handeln (auch bei ungewöhnlichen Aufgaben) im Rahmen der eigenen Befugnisse fachlich kompetent, souverän und selbständig
• Achten auf eine ausgewogene Work-Life-Balance

Ziele in Bezug auf Sozialkompetenzen
• Die Haltung des Beraters wird „gelebt“ – entgegenkommend, offen, respektvoll, wert-schätzend, empathisch
• Kommunikation ist glaubwürdig und motivierend auf den verschiedenen Kommunikationsebenen
• Kontakte werden passend zum Klientensystem aufgebaut, Kommunikationsstil wird angepasst und professionelle Kontakte werden in einer transparenten Weise auch wieder beendet
• Es besteht Konfliktbereitschaft; Auseinandersetzungen werden sachorientiert und dem «Tempo des Klienten» angepasst, geführt
• Rollenanforderungen sind klar und transparent, die Anforderungen an die eigene Berufsrolle (auch in widersprüchlichen und aussergewöhnlichen Situationen) werden erkannt

Inhalte

  1. 17./18.08.20 Einführung / Grundlagen (Ursula Fuchs): Neben der Einführung in die Grundlagen bildet die Entwicklung von Zielvisionen den zweiten Schwerpunkt dieses Moduls: Imaginative Konstruktion einer positiven Zukunft für die Klienten, gemeinsame Erarbeitung einer konkreten und bildhaften Zielvision. Vermittlung von Frageformen, welche das Gegenüber befähigen, Ziele in einer reichhaltigen Sprache zu formulieren. Positive Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart als zusätzliche Ressourcen
  2. 25./26.09.20 Beratung aus Sicht der Klienten (Cécile Bürdel Müller)
  3. 11./12.12.20 Kontextuelle Rahmenbedingungen (Paul Longoni)
  4. 12./13.02.21 Casemanagement und Ressourenorientiertes Berichtswesen und Aktenführung (Matthias Rauh)
  5. 23./24.04.21 Beratung von Menschen und ihrem Umfeld bei Pensionierung, Sozialhilfe (Christine Nelevic-Longoni)
  6. 11./12.06.21 Aidacare, Abklärung, Beratung von dementen Menschen und ihrem Umfeld (Franziska Muser)
  7. 06./07.09.21 Zwangskontext, Ressourcen- und lösungsorientierter Umgang mit Zwangsmassnahmen (Jürgen Müller)
  8. 15./16.10.21 ACT Achtsamkeit (SiangBe): ACT zielt darauf ab, Vermeidungsverhalten in Bezug auf unangenehme Erlebnisse bzw. aversive Gedanken und Gefühle aufzugeben und wertbezogenes engagiertes Handeln aufzubauen. Das Therapie-/Beratungsziel von ACT ist, die psychische Flexibilität zu erhöhen. Dies bedeutet, dass eine Person in vollem Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment und je nachdem, was die aktuelle Situation jeweils erfordert, ihr Verhalten ändern oder beibehalten kann. Die Orientierung von ACT auf Werte, engagiertes Handeln und den gegenwärtigen Moment ist eine Bereicherung für die Systemische Therapie. In diesem Seminar werden die Grundkonzepte der ACT und deren erlebnisorientierten Arbeitsmethoden vorgestellt und geübt.
  9. 26./27.11.21 Abschlusstage mit Abschlusskolloquium (Paul Longoni, Christine Nelevic-Longoni): Schlussmodul, Präsentation  Falldokumentation. Es geht im Abschlusskolloquium darum, alle Weiterzubildenden mündlich auf ihr Fach- und Methodenwissen, ihre Selbst- und Sozialkompetenzen zu prüfen. Das Abschlusskolloquium findet einzeln statt mit jeweils zwei Prüfungsexperten (Ausbildungsleitung zuzüglich auswärtige ExpertIn) und dauert insgesamt für jede Person 30 Minuten. Die Falldokumentation stellt die Basis für das abschliessende Prüfungskolloqium dar. Das Prüfungsergebnis wird schriftlich festgehalten.
  10. 16.11.20 und 08.09.21 Praxistage (Christine Nelevic, Ursula Fuchs)

Zulassung

Zulassung mit Hochschulabschluss
Abschluss einer staatlich anerkannten Hochschule inklusive Vorgängerinstitution oder adäquate Abschlüsse auf Hochschulstufe.

Zulassung ohne Hochschulabschluss
Im den CAS-Studiengang Systemisch-ressourcenorientierte Arbeit im Alter können Personen aufgenommen werden, die über andere vergleichbare Abschlüsse verfügen oder durch andere Leistungen den Nachweis erbringen, dass sie die Voraussetzung für ein erfolgreiches Absolvieren des Studienganges erfüllen. Die Studienleitung regelt das Vorgehen zur Prüfung von Zulassungsgesuchen von Personen, die nicht über einen Hochschulabschluss verfügen.

Studienspezifische Aufnahmebedingungen
– Nachweis einer beraterischen Tätigkeit im psychosozialen Bereich ab Studienbeginn
– Bereitschaft die eigene beraterische Tätigkeit als Ressource in die Gestaltung der Module mit einzubringen/ oder sich in die Thematik eines Moduls einzuarbeiten und sich einzubringen.

Über die Zulassung zum CAS-Studiengang Systemisch-ressourcenorientierte Arbeit im Alter entscheidet die Studienleitung.

TeilnehmerIn

Die Weiterbildung richtet sich an Fachpersonen aus Sozialarbeit, Psychologie, Medizin, Gesundheitswesen, Theologie, Recht sowie verwandten Berufen, die im psychosozialen Arbeitsfeld beraterisch und/oder pflegerisch tätig sind.

Abschlussbewertung

Das CAS-Diplom erhält, wer folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • Die Module müssen mit der Leistungsbewertung „bestanden“ abgeschlossen und dem zu Folge sämtliche 15 ECTS-Credits des Studiengangs erworben sein.
  • Zudem müssen die Studiengebühren vollständig bezahlt sein.
  • Um die geforderten ECTS-Credits zu erwerben, bedingt dies:
    – Bestandene Leistungsbewertung des Modulabschlusses
    – Als „bestanden“ beurteilte Testatsarbeit
    – Zudem wird eine regelmässige Teilnahme an den Sequenzen verlangt (maximale 10% Abwesenheit gemäss Absenzenregelung)

Anmeldung

Ich melde mich definitiv für diese Veranstaltung an:

  • Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt.
  • Ihre Anmeldung hat Gültigkeit, wenn der Talon bei uns eingetroffen und dies von uns bestätigt ist.
  • Alle Angemeldeten erhalten eine schriftliche Bestätigung, dass wir die Anmeldung erhalten haben.
  • Bei Abmeldungen bis zu 6 Wochen vor Kursbeginn wird das Kursgeld zurückerstattet bzw. erlassen.
  • Bei späterer Abmeldung ist eine Rückerstattung nicht mehr möglich und das Kursgeld gilt als geschuldet.
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme einer elektronischen Speicherung und Verarbeitung meiner eingegebenen Daten zur Beantwortung meiner Anfrage zu. Hinweis: Die Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an kontakt@wilob.ch widerrufen werden.