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Positive Psychologie anwenden – Positive Emotionen auslösen und fördern

Kursdaten
6./7.11.2020
Anmeldeschluss
30.09.2020
Dozent/in
Dr. Jenny Hoffmann
Kosten
CHF 520.00
Termine
Seminarort
wilob AG, 5600 Lenzburg

Die Psychologie war traditionellerweise defizitorientiert. Man leistete Beiträge zur Definition, Diagnose und Behandlung von Störungen und der Evaluation der Behandlungen. Mit der Positiven Psychologie (PP) tritt nun ein Perspektivenwechsel auf, welcher hilft, die Psychologie wieder zu komplettieren. Die PP beschäftigt sich mit den psychologischen Aspekten des Lebens, die es lebenswerter machen und forscht verstärkt in den drei Bereichen: (1) positives Erleben (z.B. Glück, Lebenszufriedenheit, Flow, Heiterkeit), (2) positive Persönlichkeitseigenschaften (z.B. Charakterstärken, Tugenden) und (3) positive Institutionen (d.h., Institutionen, die positive Erfahrungen und Persönlichkeitseigenschaften ermöglichen, unterstützen und fördern). Positive Emotionen/Positives Erleben sind ein fester Bestandteil der Forschung und Anwendung der Positiven Psychologie. Viele Studien belegen, dass das Empfinden von positiven Emotionen und das Ausbleiben von negativen Emotionen einen beträchtlichen Teil davon ausmachen, wie wir unser Wohlbefinden selber einschätzen. Daher ist es für verschiedene Anwendungsbereiche interessant, positive Emotionen gezielt zu fördern und auszulösen und durch positive Emotionen die Effekte negativer Emotionen einzudämmen oder schneller abklingen zu lassen (Schule, Arbeit, Coaching, klinische Settings). Einige Beispiele für die gezielte Förderung von positiven Emotionen sind: Teambuilding, Ressourcenaktivierung in der Therapie und im Coaching, Beziehungsförderung, Förderung von Gruppenprozessen in der Schule.

Dieser Workshop hat drei Ziele:

Ziel 1: Sie lernen das Fachwerk der Positiven Psychologie kennen. Zu Beginn soll zudem ein theoretischer Rahmen zu Konzepten positiver Emotionen gegeben werden: Welchen Zweck und Funktionen haben Emotionen? Wofür sind positive Emotionen gut? An ausgewählten Beispielen wird zudem gezeigt, wie positive Emotionen auf unser Wohlbefinden wirken.

Ziel 2: Wir erarbeiteten eine Sammlung positiver Emotionen, welche nach neusten Erkenntnissen unterschieden werden und zu denen wir Befunde zu befinden, Ausdruck und Konsequenzen haben. Danach erarbeiteten wir, welche Emotionen sich besonders gut zur Auslösung in Gruppen (Schulklassen, Jugendgruppen, Arbeitsteams) eignen/bzw. vermeiden werden sollen und welche Emotionen sich gut zur Arbeit mit Einzelpersonen eignen (inkl. Hinweise zur Arbeit mit klinischen Klienten und Klientinnen). Jede Person eruiert zudem ihr eigenes Emotionsprofil aus welchem ersichtlich wird, welche Emotionen besonders „gut zu uns passen“ oder welche wir besonders leicht auslösen können/oft empfinden.

Ziel 3: Wir erleben konkrete Übungen zum Auslösen positiver Emotionen und lernen einige Tools kennen, welche uns helfen können, eigene Interventionen zu entwickeln. Wir besprechen auch die Vorteile von Top Down vs. Bottom Up Approaches. Zudem erarbeiten wir, wie positive Emotionen in den konkreten Arbeitsumfeldern der Teilnehmenden gefördert werden können.

Es werden sowohl theoretische Inputs als auch praktische Übungen vermittelt.

Lernziele

• Wissen 1: Sie kennen das Fachwerk der Positiven Psychologie

• Wissen 2: Sie kennen die Hintergründe zur Wissenschaft der positiven Emotionen für einen Einsatz in verschiedenen Anwendungsbereichen

• Selbsterfahrung 1: Lernen sie ihr positives Emotionsprofil kennen und Nutzen; lernen Sie, welche Emotionen Sie besonders leicht aktivieren können

• Selbsterfahrung 2: Erarbeiten Sie Strategien, wie Sie positive Emotionen nutzen können um ihr Wohlbefinden zu fördern oder aufrechtzuerhalten

• Werkzeuge 1: Lernen Sie verschiedene Anwendungsmöglichkeiten von positiven Emotionen kennen

• Werkzeuge 2: Lernen Sie konkrete Übungen kennen, mit denen positive Emotionen ausgelöst werden können (Einzel-/Gruppensettings; versch. Altersstufen; Anwendungsbereiche wie Schule, Arbeit, klinische Settings)

Methoden

Kurzvortrag, praktische Übungen, Rollenspiele, Diskussionen, Gruppenarbeit.

TeilnehmerInnen

Ärzte/Ärztinnen, Psychologen/Psychologinnen, Theologen/Theologinnen, Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen, Lehrkräfte, usw.

Max. 21 Teilnehmerinnen.

Leitung

Dr. Jenny Hofmann, Psychologin (Psychologisches Institut, Universität Zürich).

Kursdaten

6.11.2020, 9.00 – 12.30 Uhr, 13.45 – 16.45 Uhr

07.11.2020 09.00 – 12.30 Uhr, 13.45 – 15.15 Uhr

Anmeldung

Ich melde mich definitiv für diese Veranstaltung an:

  • Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt.
  • Ihre Anmeldung hat Gültigkeit, wenn der Talon bei uns eingetroffen und dies von uns bestätigt ist.
  • Alle Angemeldeten erhalten eine schriftliche Bestätigung, dass wir die Anmeldung erhalten haben.
  • Bei Abmeldungen bis zu 6 Wochen vor Kursbeginn wird das Kursgeld zurückerstattet bzw. erlassen.
  • Bei späterer Abmeldung ist eine Rückerstattung nicht mehr möglich und das Kursgeld gilt als geschuldet.
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