Startdatum
14.10.2026Anmeldeschluss
31.08.2026Dozent/in
Kosten
CHF 900Termine
09.00 - 12.30 Uhr und 13.45 - 16.45 Uhr (am letzten Tag bis 15.45 Uhr)Ort
LenzburgInhalte
Im Workshop „Der Provokative Ansatz in Coaching und Therapie“ zeigen die beiden Referent:innen, wie man szenische und musikalische Elemente in das Provokative Coaching und in die Therapie integrieren kann.
Sie führen Live-Arbeiten durch und geben den Teilnehmenden anhand erster kleiner Übungen die Möglichkeit, einzelne Bausteine (wie z. B. Zeitsprünge oder Perspektivwechsel) auszuprobieren, die sie anschließend bei ihren Klient:innen einsetzen und beliebig mit ihrer bisherigen Arbeitsweise kombinieren können. Weiterhin wird immer wieder der Bezug zur Arbeitswelt der Teilnehmenden hergestellt.
Die provokative Vorgehensweise hat ihre Wurzeln in der Provokativen Therapie von Frank Farrelly (1931–2011). Sie wurde von Dr. E. Noni Höfner und Dr. Charlotte Cordes (Mutter und Tochter) zum Provokativen Ansatz weiterentwickelt. Dessen Herzstücke sind Humor und Herausforderung. Mit Humor wird der Boden für nachhaltige Veränderung bereitet, mit provokativen Herausforderungen werden konstruktive Energien angestoßen. Die mentale Haltung ist immer empathisch und wohlwollend – nicht aggressiv oder zynisch, wie der Begriff „provokativ“ implizieren könnte. Provokative Coaches und Therapeut:innen halten ihre Klient:innen für stark und mündig. Sie trauen ihnen nonverbal zu, dass sie selbst aus ihren Sackgassen herausfinden. Verbal sind sie hingegen herausfordernd und führen den Klient:innen wohlwollend die schrägen Absurditäten ihres eigenen Verhaltens vor Augen. Bei der Provokativen Szenenarbeit geschieht dies nicht nur mit Worten, sondern auch szenisch und musikalisch. Ziel ist es, dass die Klient:innen einen emotional gefütterten Widerstand gegen ihre Stolpersteine entwickeln und über ihre eigenen Verhaltensweisen lachen können. Das wirkt befreiend und führt häufig zu langanhaltenden Verhaltensänderungen.
Ziele
Wir wollen Sie ermutigen, in Coaching- und Therapieeinheiten auch Elemente einzubauen, die auf den ersten Blick nicht hineinzupassen scheinen. Nutzen Sie alle Fähigkeiten, die Sie haben, und probieren Sie neue Dinge aus. Es geht oft mehr, als Sie denken. So haben wir die Provokative Szenenarbeit entwickelt. Man kann fast sagen: Sie ist uns passiert.
Methodik
Dr. Charlotte Cordes und Florian Schwartz vom DIP (www.provokativ.com) arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Provokativen Ansatz im Coaching und stehen ebenso lange gemeinsam auf der Improbühne. Aus diesen beiden Bereichen haben sie die Provokative Szenenarbeit entwickelt. Dabei werden Coaching-Sessions um szenische und musikalische Elemente ergänzt. Die Referenten greifen bestimmte Aspekte aus den Coachings auf und setzen sie in ihren humorvoll-provokativen Sitzungen immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven in Szene. Diese szenischen Elemente dürfen absurd, leicht oder schwer, lustig, traurig oder leidenschaftlich sein.
Im Jahr 2021 haben die beiden den Podcast „Der Provokative Ansatz“ gestartet, in dem regelmäßig echte Sitzungen mit Klient:innen veröffentlicht werden (inzwischen über 100 Folgen auf Spotify und Apple Podcasts).
2022 erschien zudem ihr Buch zum Thema (Cordes, Schwartz: Wir spielen mit eurem Leben. Provokative Szenenarbeit in Coaching und Therapie, K&P Verlag). Außerdem stehen sie regelmäßig mit Coachingmarathons auf der Bühne (www.provokativ.com/coachingmarathon).
Zielgruppe
Das Seminar „Der Provokative Ansatz in Coaching und Therapie“ ist sowohl für Teilnehmende geeignet, die bereits die Einführung in den Provokativen Ansatz mit Noni Höfner und Charlotte Cordes am wilob im Januar 2025 besucht haben und ihr Repertoire erweitern möchten, als auch für Neulinge, die Lust haben, den Provokativen Ansatz kennenzulernen.
Beide Seminare sind Basisseminare und werden auch als solche vom Deutschen Institut für Provokative Therapie (www.provokativ.com) anerkannt. Die Haltung ist in allen provokativen Seminaren gleich, die Tools und Live-Arbeiten sind jedes Mal unterschiedlich.
Der Kurs richtet sich an alle Berater:innen, die ihre Kompetenzen im Bereich der Kurzzeittherapie und Kurzberatung erweitern möchten, z. B.:
- Psychotherapeut:innen
- Lebensberater:innen
- Coaches
- Sozialpädagog:innen
- Trainer:innen
Dozent/in
Zertifizierung
Alle Teilnehmenden erhalten eine Kursbestätigung der wilob AG.
Termine
14./15.10.2026