Was macht eine Therapie wirklich erfolgreich? Wir wissen, dass die therapeutische Allianz und die Erwartungen der Patient:innen eine Schlüsselrolle spielen. Doch wie beeinflusst der Prozess der Zielvereinbarung zu Beginn der Behandlung diese Faktoren und die spätere Symptomlast?
In Kooperation mit der Universität Basel (PD Dr. Cosima Locher) und der wilob AG (sowie der Privatklinik Hohenegg und dem IÖST) untersuchen wir genau diese Fragen. Wir laden euch herzlich ein, Teil dieses spannenden Forschungsprojekts zu werden und die methodische Qualität unserer Arbeit wissenschaftlich zu untermauern.
Was steckt hinter PRISM-T?
PRISM steht für Pictorial Representation of Illness and Self Measure. Ursprünglich in den 1990er Jahren von Prof. Dr. med. Stefan Büchi entwickelt, hat sich die Methode weltweit als Standard für die Messung von subjektivem Leidensdruck und Ressourcen etabliert.
Warum wirkt es so stark?
Die Wirksamkeit von PRISM basiert auf der Kombination von drei psychologischen Schlüsselprinzipien:
- Externalisierung: Komplexe, oft belastende innere Zustände werden buchstäblich „nach aussen“ auf die PRISM-Platte verlagert. Das schafft sofort eine heilsame Distanz und macht das Unfassbare besprechbar.
- Hand-Hirn-Kommunikation: Durch das physische Greifen und Verschieben der Scheiben werden neurobiologische Prozesse aktiviert, die über das rein verbale Sprechen hinausgehen. Erkenntnisse werden dadurch sprichwörtlich „begreifbar“.
- Beziehungs-Denken: Nicht das Problem an sich steht im Fokus, sondern die Beziehung des Patienten zum Thema (visualisiert durch die Distanz zum gelben „Ich“-Punkt).
- Wissenschaftliche Erfolgsgeschichte: PRISM ist kein Experiment, sondern eine validierte Methode. Zahlreiche Studien (u.a. an der Universität Zürich) haben gezeigt, dass PRISM hochpräzise zur Einschätzung von Leidensdruck bei chronischen Krankheiten, Schmerzpatienten und sogar in der Suizidprävention (PRISM-S) eingesetzt werden kann.
In der PRISM-T-Studie gehen wir nun den nächsten Schritt: Wir untersuchen, wie diese visuelle Kraft die Zielvereinbarung in der Psychotherapie revolutioniert. Wir wollen zeigen, dass Therapieziele, die nicht nur besprochen, sondern visualisiert werden, die therapeutische Allianz stärken.
Warum teilnehmen?
Es geht um mehr als nur Daten. Als Teilnehmende leistet ihr einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung therapeutischer Methoden. Die Studie bietet die Chance, den eigenen Prozess der Auftragsklärung bewusst zu reflektieren. Und Ihr profitiert von kostenlosen PRISM-Online-Refresher-Kursen, um eure Kompetenzen zu vertiefen.
Der Ablauf – Minimaler Aufwand, grosser Ertrag
Wir haben das Studiendesign für den Praxisalltag optimiert:
- Für euch: Einmalig ein 5-minütiger Fragebogen zu eurer Person.
- Für eure Patient:innen: Diese füllen zu drei Zeitpunkten (Beginn, direkt nach der Zielvereinbarung und 5 Sitzungen später) einen kurzen Online-Fragebogen aus (Dauer jeweils ca. 10–15 Min.).
Die Teilnahme ist absolut freiwillig und kann jederzeit ohne Nachteile beendet werden.
So seid ihr dabei!
Seid ihr bereit, die Psychotherapie-Forschung aktiv zu unterstützen?
Besucht die PRISM-Online-Schulung am 23.02.2026 von 17:00 bis 18:30 Uhr unter der Leitung von Sebastian Haas. Sichert euch euren Platz im kostenlosen Online-Refresher-Kurs: Hier anmelden.
Bei fachlichen Fragen könnt ihr euch jederzeit direkt an die Studienleiterin Shannon Bhend (shannon.bhend@unibas.ch) wenden.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit euch neue Erkenntnisse für die systemisch-lösungsorientierte Arbeit zu gewinnen und die Wirksamkeit unserer Methoden schwarz auf weiss zu belegen!
Herzliche Grüsse, Euer PRISM Studienteam