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Ein phänomen- und prozessorientierter Ego-State-Ansatz

CHF 64

In Kooperation mit dem Auditorium Netzwerk bieten wir Ihnen die Möglichkeit, am Seminar per Livestream teilzunehmen. Sie haben die Wahl zwischen zwei Teilnahme-Modellen:

  • Basis-Zugang: Ideal für alle, die den Inhalten folgen und vom Expertenwissen profitieren möchten (reiner Zuschauer-Zugang).

  • VIP-Zugang (inkl. Credits): Das volle interaktive Erlebnis. Dieser Zugang beinhaltet:

    • 10 Fortbildungspunkte

    • Offizielle Teilnahmebestätigung

    • Aktive Interaktionsmöglichkeiten während des Seminars

Wichtiger Hinweis zur Buchung: Die Durchführung und gesamte Anmeldung erfolgen direkt über unseren Partner, das Auditorium Netzwerk.

Beschreibung

Kein Therapiestart ohne Auftrag und Einverständnis des Gesamtsystems!

Mit dieser Haltung wird nicht nur die Gefahr der Reaktivierung früherer Übertragungsdynamiken eingedämmt, sondern auch die Wucht der gegenwärtigen Systemdynamik. Das gesamte System „Mit allem, was mich ausmacht“ in den therapeutischen Prozess miteinzubeziehen, zeugt von Respekt und Wertschätzung gegenüber diesem Menschen.

Diese Haltung ist zentrales Element in einem am Phänomen ausgerichteten und sich am Prozess orientierenden therapeutischen Ansatz. Mit dem Einverständnis des Gesamtsystems kann vergleichsweise zügig auf allen Systemebenen mit den Phänomenen, die sich im Prozess zeigen, an Teilzielen gearbeitet und die Not entsprechender Ich-Zustände gewendet werden.

Scheinbar destruktiv wirkende Innenanteile können bei jedem Menschen und im gesamten Spektrum psychischer Beschwerden vorkommen. Besonders ausgeprägt sind sie im Bereich von frühkindlicher Traumatisierung und Bindungstraumatisierung anzutreffen. Sie stecken quasi fest in der Zeit, in der sie entstanden sind: um frühere Entwicklungsaufgaben zu meistern und im Fall von Trauma das damalige Überleben zu sichern. In der Gegenwart werden sie in der Regel immer dann aktiviert, wenn die bisherige Kohärenz des Systems bedroht wird.

Wenn Therapien stagnieren oder nicht gut laufen, sind es meist starke, bedrohlich wirkenden Innenanteile, die vorher nicht hinreichend gesehen und gewürdigt wurden. Sie gehören in der Regel nicht zu den Beliebtesten, weder bei den TherapeutInnen noch bei dem erwachsenen Ich-Zustand der KlientIn und werden gerne ausgeblendet. Dabei sind sie von zentraler Bedeutung und haben bis heute eine wichtige Funktion im System, die verstanden und gewürdigt werden will.

Ihnen mit einer allparteilichen Willkommenshaltung zu begegnen, ist zentrales Element und bildet die Basis einer am Potential ausgerichteten und sich am Phänomen orientierenden Prozessbegleitung. Ebenso ist es wichtig, sie in jedem Moment und jeder weiteren anstehenden Intervention im Prozessgeschehen miteinzubeziehen.

Zur Dozentin

Anke Nottelmann ist Diplom Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Supervisorin (DGSF). Nach klinischer Tätigkeit arbeitet sie seit über 30 Jahren in eigener Praxis. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist, Menschen, die an komplexen Traumafolgen und dissoziativen Phänomenen leiden, in ihren Entwicklungsprozessen zu einem guten Leben zu begleiten. Sie ist Lehrreferentin für Systemische Traumatherapie unter anderem am Institut für Systemische und Familientherapie in Essen. Über ihr eigenes Trauma-Institut am Park bietet sie Fortbildungen rund um den Bereich Trauma und Klopfen an. Sie ist Referentin auf zahlreichen Kongressen und Autorin.

Basierend auf der tiefenpsychologisch fundierten humanistischen Psychotherapie und einer systemischen Haltung und Sichtweise verfolgt sie einen potentialorientierten psychotherapeutischen Ansatz (Potentialorientierte Therapie, PITT, Ego-State-Arbeit, Konzept der Strukturellen Dissoziation, Körpertherapie, kognitiv-behaviorale Ansätze, hypno-imaginative Verfahren, EMDR, PEP®, Triadische Systemik u.a.). Das Teile-Konzept hat darin einen zentralen Stellenwert. Konsequent an individuellen Lösungen und Potentialentwicklung orientiert, ist ihr eine Herzensangelegenheit wirksame innovative Methoden in bewährte Konzepte der Traumatherapie zu integrieren. In ihrem Konzept der Potentialorientierten Traumatherapie sind wertschätzender Humor, Freude und Leichtigkeit essentielle Begleiter.

Wegweisende Lehrerinnen und Lehrer waren Wolf Büntig, Luise Reddemann, Phyllis Kristal, Ellert Nijenhuis, Helga Matheß, Michaela Huber, Suzette Boon, Michael Bohne, Gabriela von Witzleben und andere.